Verbindungen schaffen - auch in Afrika

Flüsse sind Lebensadern und als Verkehrswege überlebenswichtig. Das gilt ganz besonders in Afrika. In der Demokratischen Republik Kongo fördert die Deutsche Welthungerhilfe e. V. den Wiederaufbau von wichtigen Verkehrswegen in ländlichen Regionen.

2011 bekamen wir die Anfrage der Welthungerhilfe zur Projektierung von zwei Fähren für den Kongo. Die Fähren sollten Personen und Waren, vor allem Straßenbaumaschinen, über die Flüsse Lubutu und Lowa transportieren.

Einfach zuverlässige Hilfe

Die Fähren sollten möglichst einfach, sehr robust und wartungsarm konzipiert werden, damit sie auch vor Ort zusammengebaut und betrieben werden können. Die Entscheidung fiel schnell auf Fähren im Baukastenprinzip. Basis der Fähren waren neuwertige Pontons, die in der Hauptstadt Kinshasa zur Verfügung standen.

Die unterschiedlichen Typen mussten für die unterschiedlichen Anforderungen an den beiden Flüssen modifiziert und mit zusätzlicher Ausstattung ausgerüstet werden.

Die Fähre über den Lubutu ist eine Seilfähre, die an einem Hochseil geführt und mit einer dieselbetriebenen Winde der Firma GIM von ei­nem Ufer zum anderen gezogen wird. Über den Lowa sollte eine frei­fahrende Fähre zum Einsatz kommen. Da es keine Antriebsräume an Bord gab, wurden aus zwei Pontons Antriebseinheiten seitlich an der Fähre angebracht.

Die Antriebstechnik stammt von der Firma Schottel und zeichnet sich durch ihre Robustheit auch unter extremen Bedin­gungen aus.

Beide Fähren wurden vor Ort unter unserer Aufsicht zusammenge­baut und erfolgreich in Betrieb genommen. Sie werden hoffentlich noch Jahre als Verbindung für wirtschaftliche Entwicklung dienen.